Ein Schlafsaal mit Fremden ist für viele ein Sprung ins kalte Wasser. Man teilt sich ein Zimmer mit Menschen, die man nicht kennt, und alle haben ihre eigenen Gewohnheiten. Doch mit ein paar einfachen Vorbereitungen und gegenseitiger Rücksicht funktioniert das erstaunlich gut. Viele erzählen später, dass gerade die Schlafsäle zu den lustigsten Begegnungen der ganzen Reise geführt haben.
Bett wählen und einrichten
Wenn du die Wahl hast, such dir ein Bett in der Ecke oder an der Wand aus, weit weg von der Tür. Dort ist es ruhiger, und niemand streift beim Hereinkommen dein Kissen. Lege deine Sachen so ab, dass du sie im Dunkeln findest, etwa die Taschenlampe, die Ohrstöpsel und eine Flasche Wasser griffbereit neben dem Kopf. Ein Vorhang am Bett, falls es einen gibt, schafft einen kleinen eigenen Raum.
Pack dein Gepäck so, dass du abends nicht alles ausräumen musst. Eine kleine Tasche mit dem, was du für die Nacht und den Morgen brauchst, genügt. Den Rest lässt du im Rucksack, der geschlossen bleibt. So raschelst du nicht in der Nacht mit Plastiksäcken herum. Wertsachen wie Geld, Papiere und Telefon gehören am besten in ein abschliessbares Fach oder in eine kleine Tasche, die du nah bei dir behältst.
Rücksicht ist das Wichtigste. Sprich leise, wenn andere schon schlafen, und geh zum Telefonieren hinaus. Stell dein Telefon auf lautlos, auch den Wecker, oder nutze einen, der nur vibriert. Wer früh aufbrechen muss, packt am Abend vorher und benützt am Morgen nur ein kleines Licht. Spät Ankommende ziehen sich im Flur um und treten leise auf. So wird auch die Nacht für alle angenehm.
Ohrstöpsel und eine Schlafmaske sind kleine Helfer, die fast nichts wiegen. Wenn jemand schnarcht, hilft es kaum, sich zu ärgern. Bitte höflich um einen anderen Platz, wenn es gar nicht anders geht, oder wechsle das Zimmer. Am Morgen gehört ein freundliches Wort zum guten Ton, und oft ergibt sich aus einem Gespräch beim Frühstück ein Tipp für den Tag. Wer offen und rücksichtsvoll ist, findet im Schlafsaal schnell Anschluss.