Ein Gästezimmer hat nicht jeder, und so landet man bei Freunden oder Verwandten oft auf der Schlafcouch im Wohnzimmer. Das ist herzlich gemeint und meistens gemütlich, aber es bedeutet auch, dass der Raum tagsüber und abends weiterhin der Familie gehört. Mit ein wenig Rücksicht und Ordnung lässt sich das gut vereinbaren, ohne dass sich jemand eingeengt fühlt.
Ordnung schaffen und den Raum frei halten
Halte deine Sachen an einem einzigen Platz, am besten in einer Tasche oder einem Korb neben dem Sofa. Räume jeden Morgen das Bettzeug zusammen, falte den Polster und die Tuchent, und stell alles an einen Ort, an dem es nicht stört. So kann die Familie das Wohnzimmer ohne Umstände nutzen. Wenn du fragst, ob es einen Kasten oder ein Regal für deine Sachen gibt, sparst du dir und den anderen viel Suchen.
Sprich mit den Gastgebern über den Abend. Wann geht der Fernseher aus, wann wird das Licht gelöscht, und wer braucht morgens als Erster das Bad? Wenn Kinder im Haus sind, kann es im Wohnzimmer früh am Morgen lebendig werden. Ohrstöpsel und eine Schlafmaske sind gute Begleiter, die dir helfen, trotzdem gut zu schlafen. Nutze Kopfhörer, wenn du abends noch etwas ansehen möchtest.
Gib der Familie Raum für ihr eigenes Leben. Zieh dich zu bestimmten Zeiten zurück, etwa nach dem Abendessen für ein Buch oder einen Spaziergang. Biete an, beim Abwaschen oder Einkaufen zu helfen, und frag, wann es passt, gemeinsam zu essen. Bleib nicht länger im Bad, als es nötig ist, und nimm Rücksicht auf die Zeiten, in denen die anderen zur Arbeit oder in die Schule müssen.
Zum Schluss ist es freundlich, das Sofa in seinem ursprünglichen Zustand zu hinterlassen. Zieh das Bettzeug ab, wenn du darum gebeten wirst, und lass das Wohnzimmer aufgeräumt zurück. Ein kleines Dankeschön, etwa eine feine Jause, ein Blumenstrauß oder ein liebevoll geschriebener Brief, macht den Abschied warm. So wirst du gern wieder eingeladen, und die nächste Nacht im Wohnzimmer beginnt schon mit einem Lächeln.